Mittwoch, 12. Juni 2013

Revitalisierung des ehemaligen Bergwerks Schlägel & Eisen in Herten

Mit einem offiziellen Spatenstich haben in Herten-Langenbochum die Entwicklungsgesellschaft Schlägel & Eisen mbH (EGSE) und RAG Montan Immobilien mit den Maßnahmen zur Sanierung sowie Baureifmachung für die Revitalisierung des ehemaligen Bergwerks Schlägel & Eisen 3/4/7 begonnen. Bis Sommer 2015 soll die rund 19 Hektar große Fläche im Zentrum des Stadtteils Langenbochum saniert und für eine Nachfolgenutzung aufbereitet sein. Die Maßnahmen werden durch die Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH / Stricker GmbH & Co. KG durchgeführt.

„Die Sanierung, Aufbereitung und Erschließung des ehemaligen Bergwerksgeländes hin zu einer Gewerbefläche mit integriertem Stadtteilpark stellt eines der beispielhaften Bergbaunachfolgeprojekte im nördlichen Ruhrgebiet als Revitalisierung eines ehemaligen Bergbaustandortes dar“, sagte Dr. Uli Paetzel, Bürgermeister der Stadt Herten. „Nach der Entwicklung des Zukunftsstandortes Ewald gestalten wir gemeinsam mit der RAG Montan Immobilien hier in Herten das nächste Großprojekt.“

„Für alle Beteiligten wird es eine logistische Herausforderung“, ergänzt Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, „denn alle Arbeiten von der Sanierung über die Baureifmachung bis hin zur Erschließung finden parallel und aufeinander abgestimmt in knapp zwei Jahren statt.“

Die Fläche wird durch einen zukünftigen Radweg auf einer ehemaligen Bahntrasse in zwei Bereiche gegliedert: den westlichen Bereich, mit zum Teil erhaltenswerten denkmalgeschützten Bestandsgebäuden und den östlichen Bereich, welcher für eine weitgehend restriktionsfreie Neubebauung zur Verfügung steht. Das städtebauliche Konzept sieht vor, auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage kleinteilig geschnittene Ansiedlungsflächen für kleine und mittlere Unternehmen bereitzustellen. Es soll eine Gewerbefläche mit Grundstücksgrößen bis zu maximal 3.000 Quadratmeter für rund 40 Unternehmen entstehen.

Neben der gewerblichen Nutzung erhält der Standort eine stadtteilergänzende Nutzung wie beispielsweise einen Stadtteilplatz, einen Stadteilpark sowie ein Rad- und Fußwegenetz. Die denkmalgeschützten Bestandsgebäude werden durch die geplante Erschließung und Fußwegeführung in das städtebauliche Konzept integriert, wobei durch Plätze und Grünzonen Sichtbeziehungen zu den erhaltenswerten Gebäuden geschaffen werden.

Bis Ende 2014 sollen alle wesentlichen Arbeiten abgeschlossen sein. Insgesamt werden rund 285.000 Kubikmeter Bruttoraum und etwa 20 Objekte zurückgebaut sowie 52.000 Quadratmeter entsiegelt. Für das Frühjahr 2015 sind Restarbeiten vorgesehen.

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